Dienstag, 2. Oktober 2012

Kampf dem Kürbis - Unser Sonntagsessen


Heute auf der Speisekarte :
Kürkissuppe
Die Bilder und das Rezept werden durchs Anklicken groß

Ich habe schon lange mit dem Gedanken gespielt mal einen frischen Kürbis zu verarbeiten und zu zubereiten.
Im letzten Jahr habe ich irgendwie den Zeitpunkt verpasst und als ich mich dann endlich dazu entschieden hatte, da gab es keine frischen Kürbisse mehr.
Aber im diesem Jahr sollte alles anders werden.
Mein Mann wurde also beauftragt einen bzw. 2 Kürbisse zu besorgen. Ich hatte mir 2 Rezepte bei "Chefkoch" rausgesucht. Tja,und heute sollte es los gehen.
Heute Vormittag wollte ich schon mal die "Schnibbelarbeiten" erledigen. Voller Tatendrang habe ich mir alles parat gestellt und wollte mit dem Schnibbeln anfangen. Meine Güte, ist so ein Kürbis hart, das hätte ich nicht gedacht. Selbst mit den schärfsten Messer und größtmöglichem Kraftaufwand, war es mir beinahe unmöglich dem Gemüse beizukommen. Zuerst habe ich mir in den rechten Daumen geschnitten- Glück gehabt, hat nicht geblutet. Kurze Zeit später- Schnitt in den linken Daumen- kein Glück gehabt, hat geblutet wie Sau. Weiter geschnibbelt und wieder- Schnitt in den rechten Daumen- Glück gehabt, hat nicht geblutet. So ging das noch einige Zeit. Hätte ich gewusst, wie mühsam es ist, an das Innere dieses Kürbisses zu kommen, ich hätte ihn als Deko auf die Terrasse gelegt. Aber wo ich nun schon mal dabei war, wollte ich auch nicht so ohne weiteres kapitulieren. Zugegeben, ich war schon soweit, das Ding gegen die Wand zu werfen, in der Hoffnung, er würde zerspringen, aber in Rücksichtnahme auf die Tapeten, habe ich dieses Vorhaben verworfen.
Nur gut, das mich bei diesem Unternehmen niemand gesehen hat, denn ich kann mir vorstellen, das ich schon ein komisches Bild abgegeben habe. Aber ich fand das alles gar nicht komisch, ich war einem Wutanfall nahe, stand schnaubend vor diesem orangen Etwas. Zur Hölle mit diesem Ding! Das konnte ja wohl nicht sein, dass so ein Kürbis mich besiegen würde?! Auf keinen Fall das Handtuch werfen, wie würde ich auch vor meinem Mann dastehen? Nur nicht schlapp machen....
Also weiter... Beide Hände am Messer, das gesamte Gewicht aufs Messer und... nichts!
Um es kurz zu machen, ich habe nach 1 1/2 Kürbissen aufgehört mit dem Schnibbeln, denn ich habe mir ein zweites Mal in den (linken) Daumen geschnitten und es hörte beim besten Willen nicht auf zu bluten. Außerdem wollte ich mir nicht noch einen Finger amputieren, deshalb, die Vernunft hat gesiegt, ich habe aufgehört, um meiner Gesundheit willen. Den Rest dieses "Monsters" muss mein Mann gleich zerlegen...
Mal sehen, wie er sich dabei anstellt.....
Auch mein Mann musste kämpfen, aber das Resultat sprach für sich, die Suppe war der Hit und die Mühe (und die fast amputierten Finger) haben sich gelohnt.


Mein Mann beim Schnibbeln 


Die Zutaten : Kürbis, 


Kartoffeln, 


Zwiebeln und Möhren 


Nachdem die Zwiebeln angeschwitzt und karamellisiert worden sind ,
kommen die übrigen Zutaten dazu,später mit Hühnerbrühe auffüllen

Kürbis-Cremesuppe mit
gebratenen Speckwürfeln als Topping -
köstlich

Hier das Rezept :



Wir haben noch einen Schuss Sherry mit dazu gegeben und als Topping gebratenen Speck genommen, was wir sehr lecker fanden.
Auch wenn es viel Arbeit, Mühe und Schweiß gekostet hat, es schmeckte sehr lecker und der Aufwand hat sich gelohnt.
Viel Spaß beim Nachkochen!
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