Montag, 7. Januar 2013

Montags-Nachrichten-Der Wochenrückblick- Die guten Vorsätze fürs neue Jahr und Grünkohl-Essen in Graubünden

Donnerstag, 3.1.13



Ja. ja, die lieben Vorsätze fürs neue Jahr, das ist so eine Sache.....
Habt Ihr Euch auch was vorgenommen für das neue Jahr? Die meisten nehmen sich ja vor mehr Sport zu treiben und sich gesünder zu ernähren oder gar weniger zu essen. Das geht GAR NICHT!!!!! DENN ich esse sooooo gerne, gerade jetzt in der Winterzeit, wo doch all diese leckeren deftigen Sachen gekocht werden (ich denke da an Grünkohl mit Pinkel, Birnen mit Hüdel oder Steckrübeneintopf). Und da soll ich FDH machen? Kommt gar nicht in die Tüte (womit sich auch die Frage der gesünderen Ernährung erledigt hätte). Und wenn man schon hungert und darbt, dann auch noch Sport treiben, so was wie 30 km Rad fahren oder 20 km joggen gehen? Oder  noch schlimmer, in die Mucki-Bude gehen mit dem Gedanken irgendwann wie eine Gazelle auszusehen und durch die Gegend zu stolzieren wie Claudia Schiffer? Vergesst es! Nicht mit mir! Obwohl ich ja zugeben muss, dass mir fast jeder Graubündner ein schlechtes Gewissen macht, weil die sind ja schon unverschämt sportlich und finden das auch noch ganz normal.....
Viele nehmen sich auch vor mit dem Rauchen aufzuhören, ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das eine gaaaanz schlechte Idee ist, jedenfalls wenn man diesen Entschluss zum Jahreswechsel trifft. Das wird nichts!
Ich habe am 6.08.1998 aufgehört und es hat funktioniert ( habe das Buch "Endlich Nichtraucher" 2x gelesen).
Viele nehmen sich auch vor sich mehr Zeit zu nehmen. Sehr guter Einfall, aber Zeit für was denn eigentlich?
Mehr Zeit mit der Familie? Mehr Zeit fürs Hobby? Mehr Zeit für Sport (wo wir wieder beim Thema wären)?
Mehr Zeit fürs Kochen (aber das ist so eine Sache- siehe gesunde Ernährung). Mehr Zeit für Freunde? Mehr Zeit fürs Reisen (da bin ich dabei)? Ja, für was denn nun? Egal, einfach mehr Zeit haben, keine schlechte Idee. Vielleicht sollten wir uns nicht mit so vielen (meist unwichtigen) Kleinigkeiten das Leben schwer machen, dann bleibt halt mal die Bügelwäsche liegen (das tut sie tatsächlich) und man genießt stattdessen das schöne Wetter draußen. Oder man verschiebt das Fenster putzen auf später und macht einen Stadtbummel mit der Freundin (tja, das ist was für die Seele). Man muss es natürlich auch ein bisschen wollen......
Man könnte die Liste mit den guten Vorsätzen beliebig fortsetzen.
Ich habe mir dieses Jahr vorgenommen mehr zu glauben! Ja, Ihr habt richtig gelesen, ich möchte mehr glauben. Jetzt fragt Ihr Euch sicher, an was denn glauben?
Ich möchte mehr an mich glauben, mir mehr zutrauen, auf mich vertrauen, auf mich und meine Intuition.
Möchte diese ewigen Zweifel an mir und meinem Tun ablegen, möchte es gut heißen so zu sein, wie ich bin, möchte mich nicht mehr für mein Tun rechtfertigen oder entschuldigen müssen. Ich möchte an das Schicksal glauben, daran, das alles sowieso so kommt, wie es kommen muss und das niemand etwas daran ändern kann. Ich möchte glauben, an mich , an eine höhere Macht, die mich lenkt, mich durchs Leben führt und mich beschützt (was oder wer auch immer das sein mag). Ich musste die letzten Monate meinen Glauben an mich selbst schon oft unter Beweis stellen, wir sind hier in der Schweiz ganz von vorne anfangen und ich habe mir selbst bewiesen, das ich mehr kann als ich denke und mir zutraue. Aber diesen innigen und selbstverständlichen Glauben habe ich noch nicht.
Mein Mann und ich waren vor einiger Zeit in Rom und haben (wie jeder gute Tourist) auch den Peters-Dom besucht. Dort kniete eine ältere Frau eine lange Zeit vor dem Altar und hat gebetet, mit einer solchen Innigkeit und Inbrunst, als könne sie nichts auf der Welt erschüttern. Und das wird auch so gewesen sein, denn diese Frau hatte einen unerschütterlichen und unbeirrbaren Glauben. Den habe ich leider (noch) nicht!
Als wir eine Rundreise durch China gemacht haben, war unter den Reisenden auch ein älteres Ehepaar, sie waren richtige Weltenbummler und auf die Frage, ob sie denn nie Bedenken oder Angst gehabt hätten, bekamen wir die Antwort, sie hätten Gottvertrauen. Ich denke nicht, dass sie geglaubt haben, dass nichts passieren kann, aber das alles, egal was geschehen würde, ein gutes Ende nimmt. Sie fühlten sich wohl behütet.
Kann man das lernen, diesen festen Glauben an das Gute? Ich weiß es nicht, vielleicht weiß ich es am Ende dieses Jahres.
Ich möchte mir auch Fehler und Mißerfolge zugestehen und es als selbstverständlich empfinden, dass es nicht nur die Sonnentage gibt, sondern auch den Sturm und Regen und dass ich nicht immer perfekt sein muss, denn: "Für Perfektion wird man nur respektiert, aber nicht geliebt." In diesem Sinne.....

So, jetzt wisst Ihr, was ich mir vorgenommen habe, mein Ziel für das Jahr 2013!
Und was habt Ihr Euch vorgenommen oder habt Ihr dieses Jahr auf gute Vorsätze verzichtet, die doch meist nach ein paar Tagen oder spätestens nach einigen Wochen in Vergessenheit geraten?
Aber die Hoffnung stirbt zu letzt!

Freitag, 4.1.13


Wo ist der Winter hin? 
Heute war mal wieder Post in unserem Briefkasten, welche Freude und es war keine Rechnung, sondern eine Karte von meiner Freundin Edel.




Post aus der Heimat 




Wir hatten unserer Heimatzeitung in Wilhelmshaven
zu Weihnachten geschrieben 




Und hier der umgekehrte Fall,
2 Schweizer, die nach Deutschland ausgewandert sind,
nach Hooksiel, wo ich gebürtig herkomme. 




Heute Abend war unser Dauer-Feriengast da und wir haben langsam den Eindruck, er möchte seinen Aufenthalt verlängern.


Hier bin ich und hier bleibe ich.... 


Tja, Katze müsste man sein.... 





Samstag, 5.1.13

FRIESLAND IN DER SCHWEIZ      GRÜNKOHLESSEN

Gestern haben wir ganz spontan beschlossen Grünkohl zu kochen und haben dazu Ina und Ralf eingeladen.

Heute Morgen sind wir dann schon früh mit den Vorbereitungen angefangen.


Zuerst habe ich die Kartoffeln geschält, ich denke das reicht?!



Danach habe ich Zwiebeln geschält und klein gewürfelt, die dann im Schmalz angeschwitzt werden,
Schließlich den Kohl dazugeben und mit Brühe aufgießen. Dazu kommen Pinkel, Kochwurst und Speck.
Die Kassler Koteletts kommen erst die letzte halbe Stunde dazu, sonst werden sie hart.


Richtig deftig! 

Das Ganze dann ca. 2 Stunden kochen lassen, immer mal wieder umrühren.
In der Zwischenzeit habe ich den Tisch gedeckt, traditionell in blau/weiß.


Die Tischdecke ist ein Geschenk von der Oma meines früheren Freundes
und ein Lieblings-Stück von mir. 





Die Decke ist noch von Hand gestickt 


Mit dem Ergebnis war ich dann zufrieden 



Dann war es soweit das Fleisch rauszunehmen und den Grünkohl abzuschmecken.
Zum Andicken nehmen wir Haferflocken, man kann aber auch Hafergrütze nehmen.


Hoffentlich reicht das für 4 Personen.... 




Der fertige Grünkohl.
Ina durfte vorher ein wenig probieren, ob Sie es mag,
denn eigentlich ist Sie kein Freund von Grünkohl,
aber bestimmt nur, weil Sie noch keinen richtig leckeren Wilhelmshavener
Grünkohl gegessen hat und genau so war es, unser wurde für gut befunden.


Und so sah dann der Teller aus:
Grünkohl mit Kartoffeln, Kochwurst, Pinkel und Kassler.


Dazu haben wir ein Alster oder wie man in der Schweiz sagt, ein Panasche, getrunken. Hinterher gab es zum Verteilen einen "Küstennebel".
Dann durfte ich erst mal das Geschenk auspacken, das Ina und Ralf mitgebracht haben.




Nach dem Essen kam der gemütliche Teil des Abend... 




Es waren lauter Leckereien aus Ihrer Heimat drin 

 Was Süßes,...


..,was Deftiges,... 


...und dazu einen leckeren Wein.
Genau das Richtige für uns: Danke! 


Anschließend haben wir Kaffee getrunken und uns "Ekel Alfred -Silvester-Punsch" angesehen.
Zum Abschluss gab es dann noch einen Vanille-Pudding mit heißen Kirschen.


Die Männer hatten nur Blödsinn im Kopf und
 haben mit der Tischdeko rum gespielt. 


Und noch ein Erinnerungsfoto zum Schluss 

Wir hatten wieder einen super schönen Abend und wir hoffen, es hat Ina und Ralf auch gut gefallen und vor allem auch gut geschmeckt.


Hier nun noch das Rezept für den perfekten Grünkohl
(wird durchs Anklicken groß) 



Sonntag, 6.1.13


Unglaublich, Sonnenschein in Graubünden. 



Wir werden die Wetterlage ausnutzen und einen Spaziergang machen. 
So, unseren Spaziergang haben hinter uns, wir sind in den Nachbarort gelaufen und haben dem Kollegen meines Mannes eine Portion Grünkohl vorbei gebracht, Solidarität unter Norddeutschen...


Hier ein paar Fotos von unserem Rundgang:


Der Rhein führt im Moment wenig Wasser 


Unschwer zu erkennen, wie hier die Auserwählte heißt 




Leider etwas unscharf geworden, der Frühling lässt grüßen... 



Heute war wohl perfektes Wetter zum Ballon fahren 


Es machte den Anschein, als würde er landen wollen,.. 




..., aber er stieg dann doch wieder auf. 





Man muss den Fotoapparat doch immer  griffbereit haben



Ich habe mich diese Woche gefreut über:
Dass mein Mann überraschenderweise das Wochenende frei hatte und wir so einen schönen Abend mit Ina und Ralf verbracht haben.

Ich habe mich diese Woche geärgert über:
Dass die Tupper-Dose undicht war und der klebrige Tortenguss in meine Tasche gelaufen ist, das war eine richtige Sauerei.

Der Spruch der Woche:
" In der Weilt ist kein Platz für Feiglinge.
Wir alle müssen bereit sein, uns zu plagen, zu leiden und zu sterben.
Und du bist nicht weniger nobel, weil keine Trommel schlägt,
wenn du in deine tägliche Schlacht ziehst,
und keine Menschenmenge dein kommen ankündigt,
wenn du von deinem täglichen Sieg oder
deiner täglichen Niederlage zurückkommst."

(Robert Louis Stevenson, 1850-1894)

Ich wünsche allen eine schöne Woche, vielleicht wird ja auch endlich das Wetter besser.
Die nächste Woche ist bei uns wieder richtig was los:
Montag gehen wir zur Verleihung des Bündner Kunstpreises,
Donnerstag ist endlich mal wieder Stammtisch in der Brauerei und
Sonntag gehen wir mit Ina und Ralf ins Musical.
Ich würde sagen, dass reicht....

Dann bis Mittwoch,
Ophelia




Kommentare:

  1. Hallo Ophelia,
    danke für Deine Kommentare in meinem Blog. So bin ich wenigstens auf Deinen gestoßen. Ist ja auch so ein Erzählblog wie meiner, klasse! ;-))
    Ich habe seit voriger Woche nicht mehr geschrieben. War mit dem Wohnmobil unterwegs. Morgen fange ich wieder an.
    Schönen Abend und liebe Grüße
    Gisela

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  2. Hallo Gisela,
    ich hoffe, Du hast eine schöne Zeit verbracht und gutes Wetter gehabt (wenn ja, wo war das denn?).
    Ich habe mich sehr gefreut endlich einen Blog gefunden zu haben, der nicht von und für 15-20-jährigen gemacht wird.....
    Ich finde die schönsten Geschichten schreibt doch sowieso der sogenannte Alltag....
    Bis bald, Ophelia

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