Sonntag, 3. März 2013

Hier ist der Gast NICHT König oder möchte man gar keine Gäste?


Heute war ich mit Moni und Ivan auf dem Brambrüesch, wohl das letzte Mal in dieser Winter-Saison. Das Wetter war kaiserlich, weshalb wir auch gleich 2 mal Schlitteln gebucht haben.

Armer Ivan, muss es immer mit uns Frauen aushalten

Moni und ich freuen uns immer, wenn Ivan als männliche Begleitung mitkommt


 Oben angekommen, sind wir auch gleich Richtung Schlittel-Bahn gelaufen.

Wenn das kein blauer Himmel ist....

Diesmal haben wir recht neue Schlitten bekommen

Moni war anfangs noch etwas skeptisch, aber nach der ersten Runde war sie total begeistert.

Kurz vorm Start


Es ist nicht zu übersehen, der Schnee ist weniger geworden.

Endlich musste ich mal warten, ich war mal Erste. Da kommen die beiden angesaust.


Nachdem Moni die erste Etappe geschafft hatte, wurde sie immer mutiger! 

Was für ein herrlicher Tag....

Kleines Päuschen zwischendurch


Schade, dass mein Mann nicht mit dabei sein konnte....


Als wir die erste Abfahrt hinter uns hatten sind wir von der Mittel-Station aus wieder nach oben gefahren und haben beschlossen eine Kleinigkeit zu essen. Diesmal wollten wir eine andere Gaststätte ausprobieren, hätten wir es lieber sein lassen....

Wir wollten mal was anderes austesten.
Einmal und nie nie wieder, schlechter gehts nicht.....


Wir hatten Glück, draußen wurde gerade ein Tisch frei, super und noch direkt in der Sonne, was will man mehr?! Da die vorherigen Gäste gerade erst gegangen waren, stand das Geschirr noch da. Die Bedienung kam, ich fragte noch höflich, ob wir hier Platz nehmen dürften (es stand noch ein Reserviert-Schild auf dem Tisch). "Ja, das könnten wir, aber es würde eine Weile dauern, bis sie den Tisch abgeräumt hätte (sollte das eine Drohung sein?). "Kein Problem", sagten wir, nachdem sie eine Hälfte der Geschirrs mitgenommen hatte.
Eine Weile später kam dann der Inhaber und räumte grußlos den Rest ab (da war bei mir schon ein gewisser Unmut spürbar). Die schmutzigen Servietten, die noch überall auf dem Tisch lagen, blieben auch dort (wie ekelig!).

Hier die Beweisfotos, nicht dass Ihr denkt, ich übertreibe...

Ich habe sie dann vom Tisch genommen...


Irgendwann kam dann (die deutsche) Bedienung und fragte, ob wir schon etwas ausgesucht hätten (hätten wir gerne, aber wir hatten ja noch keine Speisekarte). "Nein, wir hätten keine Karte bekommen." "Ach, die Karte wollen sie auch noch? Wissen sie denn wenigstens schon was sie trinken wollen?" Ja, das wussten wir schon. Mit unseren Getränken kam dann auch endlich die Karte. In der Zwischenzeit ist ein junger Mann mit seinem Sohn, die am Nebentisch saßen, aufgestanden mit den Worten :"Was für ein lausiger Service!" Er wurde gar nicht erst wahrgenommen und ist dann richtiger Weise gegangen. Wir hätten es ihm gleich tun sollen....

Das Glas vom Latte Macchiato den Moni  sich bestellt hatte, war so bekleckert, dass sie es kaum anfassen konnte (jedenfalls nicht, ohne sich die Finger zu besudeln).


Ivan hat sich dann für eine Gemüse-Creme-Suppe und einen gemischten Salat entschieden, ich habe die Bündner Hauswurst mit Kartoffelsalat genommen, was ein großer Fehler sein sollte. Moni war klug und hat nichts genommen.

Bündner Hauswurst mit Kartoffelsalat
Die Wurst war kalt und der Salat bestand nur aus Mayonnaise und schmeckte nach nichts anderem. 

Die Suppe von Ivan war viel zu salzig und der Salat war so 3-4....


Da waren sie noch frohen Mutes....

Das einzig Gute war unser sonniger Platz auf der Terrasse.


Das Essen war also eine absolute Katastrophe, als wenn es nicht schon schlimm genug gewesen wäre, dass die Bedienung auf ganzer Linie versagt hat.
Wir haben dann 5 mal versucht zu bezahlen und sind fast der Versuchung erlegen, ohne Bezahlung zu gehen.
Als wir die junge Frau dann abermals ansprachen, war sie geradezu empört und sprach :"Ich kann da auch nichts für, ich habe es meinem Chef schon 2 mal gesagt!" Ja, ist das denn das Problem vom Gast, oder wie?
Irgendwann wurde unser Flehen nach Bezahlung dann doch erhört und der Chef kam und kassierte ab.
Keiner von uns hat auch nur einen Rappen Trinkgeld gegeben, wenn er auch nur etwas Geschäftssinn gehabt hätte, so hätte er sich erkundigt, ob wir zufrieden gewesen wären.....Normalerweise hätten wir das Essen zurückgehen lassen müssen, aber wir wollten uns den Nachmittag nicht verderben.


Hier nun die Bewertung :

Moni                              2 Punkte             (oder wollte Sie doch 0 Punkte geben?)
Ivan                                3 Punkte
Ich                                  3 Punkte
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Gesamt                           8 Punkte von 30      


Die Krönung des Ganzen ist der Spruch des Hauses auf Ihrer Home-Page :

"Wir sind erst zufrieden wenn Sie zufrieden sind!"

Da hats mich fast umgehauen. Wenn dieses Haus dem Anspruch gerecht werden möchte, liegt noch viel Arbeit vor Ihnen. Wer nicht einmal das kleine Ein-Mal-Eins des Service beherrscht und vor allem beherzigt, was will man da noch erwarten!? Sicher gibt es Zeiten, wo es hektisch zu geht, da ist innere Gelassenheit gefragt, da gilt es die Ruhe zu bewahren und trotz alle dem freundlich zu bleiben, denn der Gast kann nichts dafür. Vielleicht sind die Tages-Touries auch nicht so wichtig oder auch die Deutschen, nur zu dumm, wenn die Deutschen hier leben und es weiter erzählen.....
Wie dem auch sei, wir sind das erste und letzte Mal dort eingekehrt! Schade!

Wir haben uns den Nachmittag aber nicht verderben lassen und sind das zweite Mal runter geschlittelt.


Bei der zweiten Tour war dann schon viel  schattiger (wie man sieht).


Hier kann man sehen, dass es schon ein paar Stellen gab wo der Schnee weg geschmolzen ist

Moni möchte wieder Schlitten fahren, Ihr hat es viel Spaß gemacht.

Und ich glaube Ivan war nicht zu gestresst von seinen beiden "Weibern".



Das war vorerst die letzte Schlittel-Partie, aber vielleicht fahren wir im Sommer auch mal hoch und wandern dann bis ins Tal....     Bis dahin dauert es sicher noch ein wenig.....

   
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