Dienstag, 8. April 2014

Hedda Gabler Theater Winterthur

Winti aktuell!



Ja, ich bin nicht nur mit meiner Kamera unterwegs, nein, manchmal bin ich auch im Theater....das 14. Mal in dieser Spielsaison.....
Meine Bekannte und ich hatten uns für das Schauspiel "Hedda Gabler" entschieden, das Schauspielhaus Bochum war zu Gast.


Die Geschichte :
Hedda Gabler ist ein Drama aus dem Jahre 1890 von Henrik Ibersen und erzählt die Geschichte einer Frau an der Seite ihres ungeliebten Ehemannes und ihrer Sehnsucht nach ihrer Ex-Liebe.....
Das Stück beginnt mit einer Video-Einspielungen von Pflanzen und Tieren, die auf eine Leinwand projiziert wird.

Hedda, gespielt von Jana Schulz, frisch verheiratet mit dem angehenden Professor Jörgen, langweilt sich in ihrer Ehe zu Tode, sehnt sich nach Abenteuern und möchte etwas erleben, ausbrechen aus der Öde ihrer Dasein´s. Die Tante ihreres Ehemanns sorgt für ein heimeliges Ambiente in Hedda´s Haus, ihr Mann ordentlich und steif, arbeitet verbissen an seiner Karriere. Sie aber sehnt sich nach ihrem Ex-Freund, dem Lebemann Eilert, der seiner Trunksucht den Rücken gekehrt hat und erfolgreicher Autor geworden ist. Als dann noch Hedda alte Schulfreundin aufkreuzt und sich herausstellt, das diese eine Beziehung zu Hedda´s Ex-Lover hat, dreht Hedda völlig durch....Wie können andere glücklich sein, wenn sie es nicht ist...? So gerät Hedda´s Leben aus den Fugen und das der anderen auch....Sie zieht eine Schneise der Zerstörung und zerbricht letztenendes selber daran....und erschießt sich.


Fazit :
Zuerst einmal möchte ich die schauspielerische Leistung von Jana Schulz hervorheben, die nahe der Selbstaufgabe diese Rolle verkörpert hat, sie spielt nicht Hedda, sie ist Hedda. Sie spielt unerbittlich, zerstörerisch, sie schreit, sie flucht, sie ist intrigant, ist niederträchtig und manipuliert. All das nimmt man ihr ohne weiteres ab, sie spielt überzeugend und kraftvoll.

ABER....
Wer ohne große Vorkenntnisse in dieses Schauspiel geht, wird große Schwierigkeiten haben dem Verlauf zu folgen. Es wirkt undurchsichtig und verwirrend, man hat Mühe dem Geschehen zufolgen. Die Inszenierung ist sehr extrem und teils übertrieben dargestellt und wirkt zuweilen sehr abstrakt.
Manche Momente waren sehr befremdlich und wir als Zuschauer haben uns gefragt, was man uns damit sagen möchte.....
Es war sicher eine große schauspielerische Leistung von allen Beteiligten, aber für meinen und auch den Geschmack meiner Bekannten, war das Ganze etwas zu modern und abgedreht dargestellt.
Das Stück dauerte 2 Stunden und es wurde ohne Pause gespielt (die wissen schon warum...denn sonst wären sicher einige der Zuschauer gegangen....).

Katii und ich waren uns einig, dies war ein Stück, was uns nicht gefallen hat und wir nicht hätten sehen müssen.
Das Schauspielerische war sicher eine Höchstleistung.....


Geschafft! Wir haben uns das Ende des Stück herbeigesehnt......
Uns war es zu sehr abstrahiert, aber das ist alles Geschmackssache....

Jana Schulz, die überragend gespielt hat!

Die Kinder mit den Fratzen ähnlichen Gesichtern, sollten wohl das ungeborene Kind darstellen, welchem Hedda durch ihren Freitod auch das Leben genommen hat.


Felix Rech, der Jörgen Tesman spielte


Nun steht noch eine Komödie auf dem Spielplan, was mich hoffen lässt....
Schönen Tag zusammen, Ophelia


1 Kommentar:

  1. Sorry, wer hier nicht den Mut hat seine Identität preis zugeben, der kann auf meinem Blog keine Kommentare veröffentlichen!

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