Dienstag, 19. August 2014

Die Katakomben, Paris Teil 10

Ich war schon 3 mal in Paris und habe vor unserem 4 Besuch im Internet nach interessanten Sehenswürdigkeiten gesucht, die wir noch nicht gesehen haben und so bin ich auf die Katakomben gestoßen....
Hierbei handelt es sich um ehemalige Steinbrüche. Für viele Jahrhunderte lieferte der Untergrund von Paris das Baumaterial für die Stadt. Es entstand so ein Stollennetz unter der Stadt das eine Länge von ca. 300 Kilometern hat. Mangels Sicherung der Hohlräume brachen einige ein und der Abbau wurde endgültig gestoppt und die Stollen wurden fortan als Beinhaus genutzt. Ab 1785 wurden hier, im Zuge der Schließung vieler Pariser Friedhöfe, die Gebeine vieler Millionen Toter untergebracht.
Ich bitte die teils schlechte Bildqualität zu entschuldigen, aber die Lichtverhältnisse waren nicht gut und man durfte nicht mit Blitzlicht fotografieren.



Vor dem Vergnügen, hieß es anstellen....2 Stunden standen wir in der Sonne an....


Endlich am Ziel...
Es dürfen immer nur 200 Besucher in den Stollen sein, weshalb die Wartezeiten sich auch hinauszögern.

Die als Museum zugänglichen Gänge sind 2 Kilometer lang.
Der Hauptteil bliebt aber geschlossen für die Öffentlichkeit, hier sind Versorgungsleitungen verlegt und der Goldschatz der Nationalbank untergebracht.

Überall Gedenktafeln und Inschriften


Hier unten sind nur noch 14 Grad, es war eine willkommene Abkühlung.






Unterirdischer Brunnen

Und immer weiter durch die schmalen Gänge....bis man dann endlich zu den Gebeinen kommt.

Und dann stand man vor den Wänden aus Gebeinen, die ca. 1, 50 m hoch waren, manche auch höher.

Hier wurden bis ins 19 Jahrhundert insgesamt ca. 6 Millionen Gebeine untergebracht.

Man hatte auf den Friedhöfen keinen Platz mehr, so wurden die Toten hier hergebracht.









Es ist schon ein komisches Gefühl, vor so vielen Toten zustehen.

Man läuft und läuft und es nimmt kein Ende....

Zum Teil wurden die Schädel kunstvoll in Szene gesetzt.



Ich habe so etwas noch nie vorher gesehen und muss sagen, es war faszinierend. obwohl es schon ein unangenehmes Gefühl war, all die Toten anzugaffen....

....man fühlte sich schon ein wenig als Störenfried....

Und noch weiter, unglaublich....





Wer mag die ganzen menschlichen Überreste hier gestapelt haben.... 

Es sieht schon fast architektonisch aus, aber auch irgendwie makaber.... 

Und dann kamen wir irgendwo an einer anderen Straße wieder ans Tageslicht.


Es war schon ein wenig unheimlich durch Gänge mit Millionen von Skeletten zulaufen, aber doch übte die Szenerie eine gewisse Faszination aus. Was mögen für Schicksale hier beerdigt sein.....

Ich kann einen Besuch nur Empfehlen, vorausgesetzt man mag so etwas....ich gebe zu, das ist Geschmackssache....
Das Anstehen hat sich für uns gelohnt.

Bis dann, beim nächsten Treffen geht es zum Pantheon....
Liebe Grüße, Ophelia



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