Montag, 15. Juni 2015

How to drink Gin....

Also, ich gebe zu, ich bin ein kleiner Genießer, lass es mir gerne gut gehen, so auch beim Essen und beim Trinken.
Ich liebe es mit meinem Mann zu kochen und dabei einen kleinen Aperitif zu genießen, gerne einen Martini, einen Aperol-Spritz oder Campari-O-Saft......mmmh, lecker :-)
Als wir das letzte Mal bei unseren Bekannten zum Essen eingeladen waren gab es als "Starter" einen Gin-Tonic, klar kannte ich das, aber ich glaube, ich hatte es noch nie (bewusst) getrunken. Ich fand es sehr erfrischend, nicht so süß und war total begeistert.
Als wir nun auf Madeira waren und in einen Pub gegenüber unseres Hotels saßen, orientierte ich mich auf der Getränke-und Cocktailkarte.....Ich hatte die Qual der Wahl, bis ich die extra Gin-Karte entdeckte:-). Da war alles klar......
Es gab 19!!!!! verschiedene Gin-Sorten (wo, ich doch dachte, es gibt höchstens 5, um genau zu sein, gekannt habe ich nur einen, "Gordons". Mittlerweile weiß ich, das man den bestenfalls für einen Cocktail kauft, wo man gar nicht merkt, dass er beigemischt wurde....).
Mein Ziel : mich einmal durch die Gin-Karte zu probieren, was natürlich nicht klappen konnte, bei 19 Gin-Sorten und 9 Tagen Urlaub.....denn, das ist was zum Genießen, weshalb es jeden Abend auch nur einen gab.....


Hier galt es sich durchzuprobieren.....




Von den ganzen Sorten kannte ich nur einen, den "Bombay Sapphire", den gab es bei unseren Bekannten und so wurde er nicht nochmal verköstigt.....
Da ich mich eh nicht auskannte, war es egal mit welchem ich starten würde, so entschied ich  mich für den "Jodhpur Reserve".
Als dann der Kellner an den Tisch kam, ging die Gin-Zeremonie los.....Nein, das Tonic wird nicht einfach dazu gegossen, wie ich immer dachte und es auch bei uns im Hotel gemacht wurde (dort hatten wir die ersten beiden Abende an der Bar gesessen und Gin getrunken).



Der "Jodhpur Reserve" wird mit Orangenschale und Kardamom-Kapseln "garniert".
Das Tonic : Fever-Tree Indian




Es gibt spezielle Gin-Gläser, die ähnlich wie Rotwein-Gläser aussehen, jeder Hersteller hat ein eigenes Design. Es werden nicht viele kleine Eiswürfel benutzt, sondern es kommt ein riesen Eisball ins Glas, der nur sehr langsam schmilzt und so das Getränk nicht verwässert.
Zuerst wird der Gin im Glas umgerührt und der Rand des Glases benetzt, erst dann kommt das Tonic dazu, es rinnt gaaaaanz langsam an einem Löffelstiel herunter, so geht kaum Kohlensäure verloren. Der Vorgang dauert ca. 1 Minute, bei einer 0,2 l Tonicflasche (ich habe ein Video gemacht, daher weiß ich das, doch es ließ sich mal wieder nicht hochladen). Danach wird die Mischung noch einmal vorsichtig mit dem Löffel gerührt. Alleine die Zeremonie lässt den Gin noch besser schmecken :-)
Ich bin auch davon ausgegangen, das Tonic gleich Tonic ist, aber weit gefehlt. Die Auswahl des Tonics ist von ausschlaggebender Bedeutung (ich kannte natürlich bis dahin nur "Schweppes"). Sicher ist auch das alles Geschmackssache, aber es gibt für jeden Gin eine Tonic-Empfehlung. Eine kleine Flasche (0,2 l) kann dann über 2€ die Flasche kosten. 
Außerdem werden die verschiedenen Sorten Gin mit unterschiedlichen Obst-, Gemüse- und Gewürzsorten "garniert", z.B. Tomate, Basilikum, Zitrone, Pfeffer oder Petersilie. Das unterstreicht den Geschmack zusätzlich. 


"Gin Mare", der mit Tomate und Basilikum angerichtet wird.
Das Tonic : Fever-Tree Mediterranean 


Hier kann man sehr gut den riesen Eisball erkennen, der, wenn man ausgetrunken hat, fast unverändert groß ist.


Mein Mann hat sich an dem Experiment (teilweise) beteiligt und mit probiert, so haben wir immer verschiedene Sorten bestellt.
Hier ein "Tanqueray No. 10".
Das Tonic : Fever-Tree Indian




Dieser Gin wird mit Wacholderbeeren und Granny Smith garniert.

Ich hatte mich an diesem Abend für "Bulldog" entschieden, der mit Zitrone und Limette verziert wird.
Das Tonic : Fever-Tree Indian





Eine Dame aus England, die auch immer abends da war, bestellte immer den "Hendricks".
Ich dachte mir, die muss es ja wissen, sie kommt aus dem Land des Gins.....

Und so habe ich ihn mir auch bestellt..... wie man sieht, wird er mit Gurke verfeinert.
Das Tonic : Fever Tree Indian

Nicht nur, dass ich die Gläser bildschön fand, er war auch mein Favorit im Gin-Ranking.....

"Beefeater 24", war mein letzter Versuch, dann waren die Ferien vorbei und ich musste meine Versuchsreihe abbrechen.


Er wird mit Petersilie und Zitrone serviert.
Das Tonic : Fever Tree Indian
Ich habe im Internet nachgesehen, wenn man die 0,2 l Flasche preiswert bekommt, liegt sie bei 1,85 €. Ich hätte nie gedacht, das Tonic so teuer sein kann.






Ich muss sagen, dass ich mich jeden Abend gefreut habe meine "Versuchsreihe" fortzusetzen und jede dieser Sorten genossen habe (alleine die Atmosphäre in dem herrlichen Garten und die allabendliche Gin-Zeremonie).
Mein Favorit war bis dahin der "Hendricks". Er schmeckte sehr fein und samtig, nicht so markant und trocken, vermutlich ein Typischer "Frauen-Gin"......
Nun war ich aber keinesfalls gewillt meine "Versuchsreihe" abzubrechen und wollte noch mehr über Gin und seine Geschichte erfahren.....Gesagt getan....gleich am nächsten Tag nach unserer Heimkehr habe ich verschiedene Gin-Sorten bestellt......aber davon beim nächsten Mal.
Ich für mich habe ein neues "Hobby" für mich entdeckt....Andere sammeln Weine, Briefmarken, Schuhe oder Bücher und ich sammele jetzt (auch noch ;-)) Gin......

Ich hoffe, Ihr seid noch nicht angeduselt bei so viel Gin ;-)

Schönen Tag und einen guten Start in die neue Woche, Ophelia



Kommentare:

  1. Das ist ja mal was ganz Neues. Gefällt mir, außer ihr macht das jeden Tag :-D.
    LG Ottimaks

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Aber Michael, wo denkst Du hin.....Das ist nur etwas zum Genießen......
      LG, Ophelia

      Löschen

Teilen