Dienstag, 7. Juli 2015

Auf dem Weg nach Monte

Am dritten Tag sollte es nach Monte gehen, ein Villenvorort von Funchal. Der Ort liegt rund 600 Meter hoch, früher wurden hier die Häuser samt Dienerschaft vermietet....Eine Zahnradbahn ersparte den mühsamen Aufstieg, wurde aber demontiert und in England eingeschmolzen. Der Fremdenverkehr konzentrierte sich später mehr und mehr auf Funchal und die herrschaftlichen Häuser fielen zusehends....Der Mittelpunkt der Gemeinde ist die Wallfahrtskirche "Nossa Senhora do Monte", wo auch Karl zu Habsburg beigesetzt wurde, der letzte Kaiser von Österreich. 



Monte kann man per Bus, zu Fuß oder mit der Seilbahn erreichen. Eine einfache Fahrt kostet 10 €, Hin-und Rück 15 €.
Blick Richtung Hafen


Blick nach oben



Ich finde die Fahrt hat sich gelohnt, wenn sie auch nicht so spektakulär ist, wie wenn man auf einen 3000-Tausender fährt....




Der Blick auf Funchal lohnt sich alle mal....und in so manchen Garten :-)


Und dann sieht man sie auch schon zwischen den Bäumen, die Wallfahrtskirche "Nossa Senhora do Monte".


Ankunft


Hier sieht man die Korbschlitten, mit denen man von Monte aus runter ins Tal fahren kann. Früher gab es 3 Etappen, heute wird nur noch einen angeboten (die andere nur auf Vorbestellung).


Morgens ist es noch ruhig hier oben und  man hat Zeit für einen Plausch.....


Die Schlitten sind eine Erfindung des 19. Jahrhunderts, so wurden Touristen, aber auch Geschäftsleute schnell ins Tal gebracht. Für die Lenkung sorgen 2 Fahrer. Die Schlitten werden heute per LKW wieder nach oben gebracht, früher mussten sie heraufgetragen werden....Eine Fahrt kostet 30 €. Wir sind runter gewandert.......


Die Kirche wurde ab 1741 gebaut. Die 68 Stufen der Treppe werden am Mariä Himmelfahrt von vielen Gläubigen auf den Knien zurückgelegt.


Die heilige Jungfrau




Und auch hier....





Karl von Habsburg, der letzte Kaiser von Österreich
Im schlichten Sarg ruht der Kaiser in einer Seitenkapelle.
Er wurde 1921 mit Kaiserin Zita von einen britischem Kriegsschiff nach Madeira gebracht und starb hier am 1.4. 1922 an den Folgen einer Lungenentzündung.


Selig gesprochen wurde er, weil er angeblich eine Nonne, die jahrzehntelang an einen Venenleiden  litt, geheilt hat...
Wer`s glaubt, wird selig.....


Bild neben seinem Sarg in der Seitenkapelle der Kirche....


Blick auf den Altar


Deckenmalerei 



Blick von der Empore, auf dem Weg zum Turm


Herrlicher Blick über Funchal....




Korbschlittenführer bei der Arbeit


Die Körbe werden, seit die Männer genossenschaftlich organisiert sind, per LKW wieder nach oben transportiert.


Lange umherbummeln konnten wir nicht, denn wir wollten den Weg ins Tal zurückwandern und die Strecke war als "schwarze" Strecke im Wanderführer ausgewiesen, soll heißen : schwierig....
Und wir sind ja nun nicht die Profis....Und ein bisschen Zeit zum Fotografieren muss ja auch noch zwischendurch sein ;-)

Weiter geht`s beim nächsten Mal....
Liebe Grüße, Ophelia


Teilen