Mittwoch, 26. August 2015

Besuch in Esens

Moin,
heute starten wir unseren Trip durch Ostfriesland bzw. durch Friesland.....
Für alle die, die nicht aus Norddeutschland kommen....Bei uns hier im Norden sagt man "Moin", nicht nur am Morgen, sondern zu jeder Tages-und Nachtzeit. Wer hier "Guten Tag" sagt, ist gleich als "Ausländer" geoutet. In Ostfriesland ist jeder der außerhalb der ostfriesischen Grenzen lebt ein Ausländer.....;-) Zum Abschied sagt man meistens "Tschüß"....Manchmal kommt noch der Zusatz: "Hol di hüddelig" dazu.....Was so viel heißt wie "Halt die Ohren steif!"
Es geht in Esens los!
Esens ist eine Kleinstadt in Ostfriesland, hat ca. 7200 Einwohner. Hier geht es noch richtig gemütlich zu, ostfriesisch gemütlich sozusagen. Man spricht plattdeutsch.....was mich sehr freut, ich liebe diese Sprache (ja, es ist eine Minderheitensprache und KEIN Dialekt) und spreche es selber auch sehr gerne......

Das Rathaus, direkt am Marktplatz


Die St.Magnus-Kirche


Sie wurde 1848 erbaut.






Das ist doch eine tolle Sache und typisch ostfriesisch, hier wird der Teepott nie kalt.....




Die Tee-Stube liegt etwas versteckt in einer kleinen Gasse und wir sind dort nur gelandet, weil ich die öffentliche Toilette aufsuchen wollte.....Was für ein Glück!


Hier scheint die Zeit still zustehen......Und jemand hat eine große Sammelleidenschaft.


Ich hätte hier so manches Stück am liebsten mitgenommen.....




"Updrögt Bohnen", eine Spezialität an der Küste.
Ich musste als Kind auch immer die frisch geernteten Bohnen auf das Band ziehen, dann kamen sie auf den Dachboden zum Trocknen und wurden im Winter mit Pinkelwürsten und Speck gekocht, dazu gab es Kartoffeln, köstlich!


Richtig ostfriesische Tee-Zeremonie......
Typisch, das Geschirr "Ostfriesische Rose", was ursprünglich aus Thüringen von der Firma Wallendorf stammt und gegen Ende des 18. Jahrhunderts von Händler nach Ostfriesland gebracht wurde. 


Typisch die kleinen Tassen, dazu echten Ostfriesen-Kandis und natürlich Sahne für das Wölkchen :-)


Ich habe mir einen leckeren Räucher-Aal gegönnt, eine wahre Delikatesse, dazu Schwarzbrot, danach gab es einen Löffeltrunk, der eigentlich aus dem Ammerland kommt.
Den krönenden Abschluss machte ein leckeres Stück Apfelkuchen :-)


Leider hat es die ganze Zeit geregnet, sodass wir unseren Spaziergang nicht weiter fortsetzen wollten, unsere Fahrt ging dann weiter nach Jever, aber davon erzähle ich Euch beim nächsten Mal.....

Bis, dann und Tschüß, Ophelia




Kommentare:

  1. Moin, da freut man sich. Da habt ihr die Zeit ganz schön ver"trödelt".
    LG aus dem verschlafenen Westfalen
    Michael

    AntwortenLöschen
  2. Ach, da war ich gerne mit dabei. Bilder und Anekdoten aus Ostfriesland - prima. Dass du plattdeutsch kannst, finde ich toll. Deine Teezeremonie mit dem hübschen Geschirr und Aal und Kuchen ist schon besonders :-))
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
  3. Das Rathaus ist ja ein prächtiges Gebäude. Mit etwas Parkanlage außen herum könnte es glatt als Schlösschen durchgehen *zwinker*. Und das Foto mit dem Vaterunser gefällt mir auch sehr gut. Schöner Brauch, sich im Anschluss an den Gottesdienst auf ein Tässchen Tee zu treffen und sich auszutauschen. Machen bei uns auch einige.
    *Lach* die Tee-Stube ist ja urig. Und das Geschirr ansprechend (*flüstermodusan* nur die Tischdecke war nicht so mein Fall, das war mir dann alles zu viel gemustert *flüstermodusaus*).
    Eine schöne und eindrucksvolle Fotoserie hast du uns von Esens zusammengestellt und ich fand auch die vorangestellte Info (als Ausländer *lach*) interessant.

    ∗♥∗✿❊✿❊✿∗♥∗
    Herzlich grüßt
    Uschi

    AntwortenLöschen
  4. Was für herrliche Eindrücke. Das Rathaus ist toll und diese Tee-Stube ganz nach meinem Geschmack. Das mit den Bohnen kenne ich auch - hat meine Oma immer gemacht. Wie klein doch die Welt ist.
    Aal zum Tee kenn ich noch nicht, aber da ich sowieso gerne Fisch esse - warum nicht :)
    Liebe Grüße
    Gusta

    AntwortenLöschen

Teilen