Dienstag, 10. November 2015

Venedig sehen und sterben # 1

In der Schule haben wir in der 7. Klasse eine Geschichte (im Lesebuch, gibt es das heute eigentlich noch?) gelesen, die hieß "Venedig sehen und sterben", diesen Satz soll Thomas Mann gesagt haben, ich habe keine Ahnung mehr, ob er auch der Autor der Geschichte war und ich weiß eigentlich auch nicht mehr worum es dabei ging, aber der Titel hatte es mir angetan und ging mir seither nicht mehr aus dem Sinn, also seit über 30 Jahren. Seit diesem Schultag habe ich den Wusch nach Venedig zu fahren, wohl um zu sehen, ob was Wahres an diesem Ausspruch ist......Außerdem bin ich ja bekennender "Sissi-Fan"......
Und nun war es endlich soweit, wir sind mit dem Zug für ein verlängertes Wochenende nach Venedig gefahren.
Venedig hat ca. 58 000 Einwohner und 115 Kirchen, 118 Inseln und 411 Brücken, 170 Kanäle und 127 Plätze......



Der erste Blick. wenn man aus dem Bahnhof kommt.....
San Simeone Picollo, erbaut nach dem Vorbild des Pantheons in Rom.



Unser Hotel lag in einer kleinen Nebenstraße unweit des Bahnhofs, parallel zum Canal Grande.
Nachdem wir unsere Koffer ins Zimmer gebracht haben, ging auch gleich die erste kurze Erkundungs-Tour los......



Unsere erste Station war das frühere Ghetto.
1516 wies die Republik den Juden der Stadt den Bezirk der ehemaligen Eisengießerei zu, der seine Bezeichnung gheto
(venezianisch "Gießerei") behielt. So entstand die Bezeichnung für Zwangswohnbezirk, der sich in ganz Europa ausbreitete.


Hier ist es im Gegensatz zu den anderen Bezirken wunderbar ruhig und man trifft auf nur wenige Touristen.


Im Ghetto Nuovo




Kurzer Blick in einen der jüdischen Gebetsräume 





Das neue Ghetto wird von der Polizei streng bewacht. Hier findet man das Holocaust-Denkmal von Arbit Blatas, "Der Abtransport".











Hier sind nur wenige Touristen anzutreffen, man kann herrlich am Kanal entlang schlendern und später in eins der kleinen Lokale einkehren.





Das wichtigste hier ist ein Ticket für die vaporetti, die Linienboote, die auf den Hauptwasserstraßen verkehren.
Nach dem Ticketkauf sind wir dann auch gleich los und haben den Sonnenuntergang vom Boot aus genossen, davon beim nächsten Mal mehr.....


Euch allen einen schönen Tag, Ophelia





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