Dienstag, 16. Februar 2016

St. Paul`s Chapel....

Heute geht unser Spaziergang weiter.....
Wir besuchen die St. Paul`s Chapel, die direkt gegenüber des früheren World Trade Center steht.


Die Kirche gehört zu den ältesten Gebäuden in Manhattan, sie wurde zwischen 1764 und 1766 gebaut.



Eigentlich ist dieses Gotteshaus nur der kleine "Ableger" der Trinity Church, die ein paar Blöcke weiter steht.
Sie wurde sehr bekannt, als hier nach den schrecklichen Anschlägen vom 11. September 2001 die Feuerwehrmänner und anderen Helfer mit Essen versorgt wurden. Es wurden Notbetten aufgestellt und die erschöpften Helfer, denen der Rücken schmerzte, wurden massiert. Jeden Tag wurde Musik gespielt, Jazz, Mozart und Bach.


Der "Wunsch-Altar"
Hier kann jeder seine (geheimen)  Wünsche zu Papier bringen.....
Und auf Erfüllung hoffen.....


So sah es hier kurz nach den verheerenden Anschlägen aus.
Viele Angehörigen haben Fotos der vermissten Familienmitglieder hingehängt, aber auch Gebete und Dankesschreiben an die unzähligen Helfer.

Im Laufe der Jahre haben Feuerwehren aus aller Herren Länder ihre Wappen an die Pinn-Wand gehängt.









Hunderte von Wappen, als Zeichen der Anerkennung und Solidarität mit den Feuerwehrmännern und all den selbstlosen Helfern der Katastrophe von 2001.






So sah der "Wunsch-Altar" im Jahre 2004 aus, über und über mit den Fotos der Opfer von 9/11 bedeckt.


Kurz nach dem Unglück wurde hier nach den vermissten Familienangehörigen gesucht, heute wird hier an sie erinnert.

Da die Kirche nicht im Einsturz-Bereich des World Trade Centers lag, blieb sie unbeschädigt, nicht mal eine Scheibe ging zu Bruch, nur eine zentimeterdicke Staubschicht zeugte von schrecklichen Ereignissen. 


2004
Die U-Bahn Station wird wieder aufgebaut

So sieht die (fast) fertige Station heute aus.



Wenn man die kleine Kirche verlässt, dann mit einen beklommenen und bedrückenden Gefühl, denn das Unglück, von dem man sonst nur in den Medien gehört und gelesen hat, hat ein Gesicht bekommen, es hat tausende Gesichter bekommen. Die Verzweiflung der Angehörigen wird hier fast greifbar, die unzähligen Fotos der Vermissten, der letzte Funke Hoffnung sie doch noch lebend zu finden, die Fassungslosigkeit, dass so etwas überhaupt passieren kann.


Beim nächsten Mal fahren wir mit der Fähre nach Staten Island.

Bis dahin alles Liebe, Ophelia













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