Donnerstag, 17. November 2016

Genau hingeschaut! Die Große Höckerschrecke

Wir waren schon wieder auf dem Heimweg, da sprang plötzlich etwas vor mir hoch und ich sah nur etwas Rotes......
Was springt auf dem Boden umher und ist rot? Ich blieb stehen und suchte den Boden ab und siehe da, im Gras vor meinen Füßen saß eine kleine Heuschrecke, eine Höckerschrecke, wie ich jetzt herausgefunden habe.
Also wurde die Kamera erneut gezückt und Fotos geschossen, denn dieses Insekt fehlte noch in meiner Sammlung.



Die Große Höckerschrecke gehört zur Familie der Feldheuschrecken. 

Sie werden für mitteleuropäische Heuschrecken relativ groß, die Männchen bis zu 36 Millimeter und die Weibchen können sogar 40 Millimeter groß werden.


Gleich ins Auge fallen die roten Schienen ihrer Hinterbeine.


Sie leben in den Gebirgswäldern der Alpen und Pyrenäen, bis auf 1000 Meter Höhe,
auf wenig bewachsenen Bergwiesen und Heiden.
  




Früher waren sie in weiten Teilen Süddeutschlands zu finden, heute nur noch auf der Schwäbischen Alp, weshalb sie auf der Roten Liste stehen (vorm Aussterben bedroht).


Nur die Männchen können fliegen. 




Das war ein wirklicher Glücksfall diese kleinen Springer vor die Linse zu bekommen! 


Was mir während unserer gesamten Reise aufgefallen ist.......
Wir Deutschen sprechen immer von Umweltschutz, oft mit erhobenen Zeigefinger in Richtung anderer Länder und wollen in vielem die Vorreiter sein. Eigentlich auch eine gute Sache, aber.....
Mir kommt es so vor, als würden die Öko-Systeme in vielen anderen Ländern besser funktionieren, obwohl eigentlich nichts gemacht wird und man die Natur einfach machen lässt, sich nicht kümmert und alles zu Tode kultiviert.
In Kroatien gibt es natürlich viel weniger Einwohner, das Land ist nicht so dicht besiedelt wie Deutschland oder die Schweiz und so haben sowohl die Tiere als auch die Pflanzen viel mehr Raum.
Es gibt viel weniger Industrie und die Landwirtschaft ist längst noch nicht auf dem Niveau wie in Deutschland.
Hier leben noch Bären, Wölfe, Luchse und Wildkatze mit den Menschen und es scheint zu funktionieren.
Manchmal ist weniger mehr.....der Mensch muss nicht überall eingreifen, oft kann sich die Natur viel besser alleine helfen....
Und wenn wir alle ein wenig achtsamer mit unserer Natur umgehen, dann wäre die Welt schon ein bisschen besser. Jeder im Kleinen, dann wird gemeinsam etwas Großes daraus.....
Und vielleicht verschwinden dann wieder die Große Höckerschrecke oder die Gottesanbeterin von der Roten Liste und man kann diese wunderbaren Insekten wieder überall im Land bestaunen......
Wie schön das wäre.....

Euch allen einen herrlichen Tag, Ophelia








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